Sie wissen längst, dass Sie sich bei bodalgo auf alle Castings bewerben können, die auf Ihr Profil passen. Das ist nicht selbstverständlich: Andere Online-Casting-Angebote bieten verschiedene Arten von Premium-Mitgliedschaften, bei denen Sie mehr bezahlen müssen, wenn Sie sich auf mehr Castings bewerben möchten (teilweise 5.000 Dollar pro Jahr und mehr). Aber diese (fragwürdige) Praxis ist jetzt nicht das Thema.
Auch der Ansatz von bodalgo, sich auf alle Castings bewerben zu können, kommt mit Nebenwirkungen: Sie sehen sich mehr Konkurrenz gegenüber. Und Kunden erhalten oftmals sehr viele Angebote. Manchmal mehr als gewollt. Das ist dem System geschuldet.
Es gibt jedoch einen einfach Ausweg, der Sprechern Zeit spart und Kunden eine bessere Auswahl an Angeboten garantiert: Sprecher sollten sich genau überlegen, auf welche Castings es sich für sie lohnt zu bewerben. Folgende Erkenntnis oder – je nachdem, wie man es betrachten will – unbequeme Wahrheit macht die Erfordernis, sich sehr selektiv zu bewerben, noch deutlicher:
Im Gegensatz zu anderen Casting-Websites akzeptiert bodalgo keine Amateure. Das bedeutet, dass die durchschnittliche Qualität der Angebote bei weitem höher ist als bei allen uns bekannten Online-Casting-Webseiten. Und obwohl es vielleicht eine hervorragende Idee ist, sich bei diesen auf jeden einzelnen Job zu bewerben, weil eben dort die durchschnittliche Qualität niedriger ist und man leichter heraussticht, wird diese Herangehensweise bei bodalgo nicht funktionieren. Man muss es deutlich sagen: Sich auf Castings zu bewerben, die einem nicht 100 Prozent liegen, ist Zeitverschwendung. Für Sie. Und für den Kunden. Niemand gewinnt.
Denken Sie bei künftigen Castings daran.
Demos hochladen vs. direkte Auswahl
Hin und wieder erhalte ich E-Mails, in denen sich Sprecher eine Funktion wünschen, mit der sie bei Castings Demos direkt aus dem Profil auswählen können (anstatt jedes Mal ein Demo hochzuladen). Die Antwort ist seit 2008 dieselbe: Wird es nicht geben. Und dafür gibt es einen hervorragenden Grund: bodalgo möchte, dass Sprecher sich auf Aufträge bewerben, weil sie absolut überzeugt sind, die beste Wahl zu sein. Und nicht, weil es so schön einfach ist. Einzige Ausnahme von dieser Regel: Da iOS-Geräte wie das iPhone und das iPad das Hochladen von Musikdateien nicht erlauben, können Sie hier aus Ihrem Profil Demos auswählen. Wir empfehlen dies jedoch ausdrücklich nicht.
Dadurch, dass bodalgo die Sprecher "zwingt", ein Demo hochzuladen, spornen wir Sprecher auch dazu an, sich Gedanken zu machen, welches Demo am besten auf den Auftrag passt. Das führt zu relevanteren Angeboten, was wiederum die Chancen für den Sprecher erhöht. Gleichzeitig erhalten die Kunden bessere Angebote – jeder gewinnt!
Demos nach Skript
Liefert der Kunde gleich ein Skript mit, machen sich viele Sprecher die Mühe, ein oder zwei Absätze einzusprechen. Ganz zweifellos erhöht dies die Chancen, keine Frage. Aber es gibt auch hierzu ein paar Dinge zu sagen, damit Ihre Mühen auch Wirkung entfalten.
1. Die Aufnahme muss technisch absolut makellos sein, da der Kunde davon ausgeht, dass die Qualität des Castings der des finalen Produkts entspricht. Rauschen, Brummen, Raumhall sind natürlich tabu! Ist doch selbstverständlich denken Sie? Glauben Sie mir: Ist es nicht. Ein großer Prozentsatz hat Probleme mit dem "guten Ton" – ohne es zu wissen.
Deshalb: Kontrollieren Sie Ihre Aufnahmen immer mit einem vernünftigen Kopfhörer. Eine exzellente und weltweit seit Jahren bewährte Wahl ist der beyerdynamic dt-770 pro. Merke: Die Überprüfung der Audioqualität mit Monitorlautsprechern reicht nicht aus.
2. Legen Sie für sich ein Mindestbudget fest, das ein Auftrag benötigt, um ein individuelles Demo zu "verdienen". Mit anderen Worten: Nehmen Sie nur für die höher bezahlten Jobs Demos nach Kundenskript auf.
3. Die Aufnahme sollte immer sofort mit dem Skript beginnen. Nennen Sie nicht vorher Ihren Namen oder das Projekt, es sei denn der Kunde wünscht dies ausdrücklich (was so gut wie nie vorkommt, denn Ihr Name steht ja immer direkt neben Ihrem Demo). Und niemals starten Sie mit einem Musikbett! Der Kunde klickt dann möglicherweise gleich zum nächsten Sprecher und wird Ihre Stimme nie hören.
4. Sprecher haben manchmal Sorge, dass ein Kunde ein Demo einfach unbezahlt verwendet. Diese Sorge ist unbegründet. Kunden haben nicht die Absicht, Sie nicht zu bezahlen. Die Welt ist in der Regel ein guter Ort. Wenn Sie dennoch sichergehen möchten: Lesen Sie nicht das gesamte Skript (was Sie ohnehin nicht sollten; ein oder zwei Absätze reichen völlig aus). Oder lassen Sie Schlüsselwörter und Firmennamen weg. bodalgo empfiehlt dies jedoch nicht. Merke: Die Welt ist in der Regel ein guter Ort.
Das "Anschreiben"
Versetzen Sie sich in die Lage des Kunden: Die perfekte Stimme für ein Projekt zu finden, ist nur eine von zig anderen Aufgaben, die Ihr Chef bis gestern erledigt sehen will. Sie haben gar nicht die Zeit, lange Anschreiben zu lesen, egal wie einfallsreich diese sein mögen. Halten Sie Ihr Anschreiben also so kurz wie möglich und verkaufen Sie sich in maximal drei, vier Sätzen, die folgende Informationen enthalten:
1. Eine personalisierte Anrede
2. Ein relevanter, differenzierender Vorteil, der Sie von anderen Angeboten abhebt
3. Ihre Kontaktdaten
Zuerst zum letzten Punkt: Wussten Sie, dass bodalgo automatisch eine Signatur Ihren Angeboten zufügt? Falls Sie noch keine Signatur mit Ihren Kontaktdaten eingerichtet haben, holen Sie dies besser gleich nach: Gehen Sie dazu zum Dashboard und klicken Sie auf den Abschnitt Signaturen & Vorlagen. Die Signatur sollte alle wichtigen Kontaktdaten wie E-Mail, Telefon und Handy enthalten. Eine Postadresse ist nicht notwendig – willkommen im 21. Jahrhundert!
Der relevante, differenzierende Vorteil braucht etwas mehr Aufmerksamkeit: Relevant bedeutet, dass Ihre Nachricht die spezifischen Anforderungen des Käufers berücksichtigen muss. Wenn jemand beispielsweise einen Hard-Sell-Profi benötigt und Sie bereits Werbespots gesprochen haben, die Steve Balmers Auftritt in folgendem Werbespot für "Windows" in den Schatten stellt – was, ehrlich gesagt, eine ziemliche Herausforderung ist –, sollten Sie darauf in Ihrem Angebot hinweisen. Hier ist kein Platz für Bescheidenheit.
Differenzierend bedeutet, dass Sie etwas anbieten, das (idealerweise) niemand sonst kann. Ihre einzigartige Stimme ist einer Ihrer stärksten differenzierenden Vorteile. Aber es könnte es noch ein paar mehr geben: Vielleicht arbeiten Sie auch als Übersetzer oder können lizenzfreie Musik anbieten. Was es auch sein mag, denken Sie immer daran, dass auch der differenzierende Nutzen relevant für den spezifischen Auftrag sein muss. Es hat keinen Sinn von Ihrer Gesangsstimme zu schwärmen, wenn der Kunde ein E-Learning produzieren muss.
Relevant zu sein bedeutet auch, dass Sie nicht für jedes Anschreiben den gleichen Text verwenden, der ja dann niemals wirklich relevant sein kann. Nutzen Sie die Vorlagen-Funktion, um für verschiedene Sprachaufträge einen passenden Text parat zu haben, den Sie dann noch etwas anpassen.
Zum Schluss prüfen Sie noch einmal alle Angaben auf Vollständigkeit, bevor Sie Ihr Angebot abschicken.
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